Ja, ich hab zwar länger nichts mehr geschrieben, aber es ist auch nicht sehr viel aufregendes -zumindest für die meisten meiner Leser- passiert. Allerdings ist mir langweilig, also gibt es einen Blogpost. Gern geschehn.
Vor einiger Zeit habe ich versprochen, ich würde etwas über die Fortbewegung in Temuco erzählen, also los geht´s:
Das links etwas schlecht erkennbare Auto mit dem Schild auf dem Dach nennt sich liebevoll „Collectivo“ und ist sowas wie eine Mischung aus Taxi und Bus. Es gibt mehrere verschiedene „Linien“, die meines Wissens nach sogar von verschiedenen Firmen betrieben werden und die gewisse Routen im Kreis abfahren – in beide Richtungen.
Aber – werden sich jetzt vielleicht einige fragen – woher weiß man denn genau welches Collectivo wohin fährt? Immerhin gibt es ja keinen öffentlichen Fahrplan. Außerdem ist das nicht kompliziert, falls man mal mehrere Collectivos für eine Fahrt braucht?
Die Antwort ist einfach: Und wie das kompliziert ist! Ohne ortskundige Hilfe ist man relativ aufgeschmissen, allerdings findet sich schnell wer den man fragen kann, denn die Chilenen die ich bisher getroffen habe sind alle überaus hilfsbereit (Zitat mein Prof: „Das ist, weil du weiß bist!“). Eine Fahrt kostet jedenfalls 500 Pesos oder ca. 65 Cent – das Doppelte falls es eine sehr lange Fahrt ist (etwa von mir zum Busterminal am anderen Ende der Stadt) und in der Nacht 20 Cent mehr. Sehr erschwinglich, trotzdem regen sich einige Leute die ich kenne über den unerhört hohen Preis auf. Naja.
Die Collectivos gibt es übrigens in den logisch abfolgenden Nummern 11, 11A, 11P (fährt zum Busterminal) 111 mit rotem Hintergrund, 111 mit blauen Hintergrund (meine Boys), 21, 21A, und, ich glaube, 24. Darüber hinaus gibt es normale Taxis die ich aber noch nie benutzen musste. Wochenends und spät in der Nacht ist es schwerer ein Collectivo zu finden als zu Stoßzeiten, im Stadtkern findet sich aber immer etwas.
Rechts im Bild oben zu sehen ist ein „Micro“, eine Art Bus die nach dem selben Prinzip wie die Collectivos funktionieren – sie kommen wann sie kommen. Darüberhinaus, aber langweilig: normale Busse mit geregelten Abfahrtszeiten zwischen größeren Städten.
Bonusbilder:
Von oben nach unten und links nach rechts: Graffiti auf dem Weg zur Uni, Nebel am Morgen (am Abend sieht es ähnlich aus, allerdings abgasbedingt) und eine wunderhübsche Statue, die man aus irgendwelchen Gründen nicht auf den Werbematerialien der Ufro zu sehen bekommt. Sie stellt – was denn auch sonst – einen Forscher bei der Arbeit dar, wie man sich das eben gemeinhin vorstellt. Ich persönlich finde die Statue herrlich.
Bonus – Titelbild: Ich habe einen Kletterkurs begonnen. Nicht im Bild: Ich.



