… oder auf Deutsch: Sankt Jakob am Ende der Welt (zumindest nach einer möglichen Übersetzung – eine zweite übersetzt „Chile“ mit „Möwe“, was lange nicht so lustig ist. – Nicht zu verwechseln übrigens mit Sankt Jakob am Sternenfeld, dem Ende eines beliebten Pilgerweges in Europa.)
Das gute Nachricht – schlechte Nachricht – Schema des letzten Blogeintrags setzte sich gewissenhaft fort: Die Konferenz, auf die ich ursprünglich gehen wollte war schon ausgebucht (schlecht) und der Bus aber schon gebucht, woraufhin ich mich kurzerhand entschied trotzdem für einen Tag (und 5 mehr Stunden Zeit) Santiago zu besichtigen (gut).
Santiago ist, denke ich, eine Stadt mit der man wohl ein bisschen kämpfen muss um sie wirklich zu mögen. Sie ist die mit Abstand größte Stadt Chiles (7 Mio. Menschen im Ballungsraum, im Vergleich zu 18 Mio Gesamtpopulation), und dank der Beckenlage wohl auch eine der Feinstaub- und Abgasbelastetsten. Auf Empfehlung einer Bekannten machte ich mich als erstes auf den Weg zum Cierro Santa Lucía, dem kleineren der zwei Hügel von denen man Santiago überblicken kann – der Aufstieg war aber erst ab 9 Uhr gestattet. Also ging es wieder ins Zentrum, mit einem Kaffee und einer Empanada mit Huhn und Käse – klassisches Chilenisches Fastfood also.
Im Zentrum gibt es den klassischen Plaza de Armas wie in vielen Lateinamerikanischen Städten – ein Überbleibsel des Kolonialismus, wo die Spanier ihre Waffen lagerten um sie im Falle des Falles zentral zur Hand zu haben. Heute ist es ein bepflanzter Platz mit Kirchen und -am Nachmittag- viielen Menschen.

Nach einer kleinen Rast im Zentrum bei Starbucks – für gratis Wifi – war es dann auch schon fast spät genug, den Cierro Santa Lucía in Angriff zu nehmen. Mit Österreichischer Pünktlichkeit (hust, hust) kam ich dann auch um ziemlich genau 9 Uhr an und war sogar der erste Besucher an diesem Tag.
Am Hügel selber befindet sich eine der einzigen steinernen Festungen Chiles und ein schöner Aussichtspunkt, von dem man fast die ganze Stadt überblicken kann. Der Weg dorthin ist mit schönen Gärten und Bauwerken im europäisch-spanischen Stil geziert.
Dann ging es wieder hinunter. Ich hatte nämlich auf einem anderen Blog einen guten Tipp für eine Tour durch Santiago erhalten…
