Als erstes noch ein paar Eindrücke von der Uni: Unter anderem die „casa de humanidades“, oder SoWi-Haus (SoWi=Sozialwissenschaften) und den „Pavillion Z“, der nicht offizieller Teil der Uni ist, sondern die inoffizielle Bezeichnung für den Hang ist, an dem die Studenten ihre wohlverdiente Pause machen und sich gemeinsam zum Weintrinken treffen (denn Alkohol in der Öffentlichkeit ist in Chile verboten).
Außerdem: ein Boulder-Haus, das „el Bloke“ heißt und innen sehr cool ist: Eintritt für einen Tag: ca. 4€.
Jetzt zum „eigentlichen“ Thema des Beitrags: In Santiago fand dieses Jahr eine Sommerschule zum Thema „Artificial Intelligence“ statt, und ratet mal, wer da hindurfte: Ich :D. Zusammen mit theoretisch fünf weiteren Studenten anderer Studienrichtungen und drei Kollegen vom Mathestudium planten wir also useren Aufenthalt: zwei Mathematiker fielen gleich weg, weil die sich bei einem Bruder einmieteten, die fünf anderen wurden im Laufe der Planung (bis auf einen) ebenfalls immer leiser und am Ende mieteten ich und ein Kollege uns zu ürsprünglich dritt in der Nähe der Uni eine Wohnung. Kurios: ein Kollege zahlte zwar, meinte dann am Tag der Abfahrt aber er hätte keine Lust mehr – mehr Platz für uns beide also!
Das Ganze lief drei Tage lang, wir kamen in der Früh des ersten Tages an, gingen zur Uni und bezogen am Abend die Wohnung – viel stress, aber es gab ja Gratiskaffee ;).
Übrigens gab es von unserer Wohnung aus einen wunderschönen Blick auf die untergehende Sonne :). Am nächsten Tag gab es etwas Erheiterung, denn der Name des Vortragenden aus Harvard war Protopapas (papas auf Chilenisch heißt soviel wie Kartoffeln). Der machte das aber sehr gut und humorvoll, sodass sogar einiges hängenblieb.
In der Mittagspause beschlossen wir, diesmal nicht in der Uni zu essen, sondern ein kleines gutbewertetes (im Internet) Lokal aufzusuchen. Italienisch sollte es sein und recht nahe liegen. Das tat es dann auch, nur leider hinter einem riesigen Zaun. Es lag nämlich eigentlich in nahegelegenen Künstlerviertel und der Eingan zu diesem war dann doch noch zwei Ecken weiter als erwartet… dafür war das Essen etwas zuwenig, naja, so weit weg von Italien kann man ja nicht alles haben. Danach hab ich die Kollegen noch beschwatzt und wir schauten einen Sprung ins Museum moderner Kunst – siehe oben. (war überraschend leer – so wie einige andere Museen auch…)
Abgeschlossen wurde das ganze mit weiteren Talks und am Abend: einem Blick über Santiago. Am Abend des letzten Tages fiel uns auch auf, wo die Studenten offenbar am liebsten den Feierabend verbringen: auf den Grasflächen der Uni. Mein Mitreisender Kollege war von der gesamten Stimmung derart begeistert, dass er ernsthaft darüber nachdachte, die Uni -zumindest zeitweise – zu wechseln. Schön.
Am letzten Tag waren nochmal -natürlich- interessante Talks und interessante Gespräche mit vielen verschiedenen Leuten dran. Die Posterprämierung haben wir nichtmehr miterlebt, dafür waren wir dann schon zu müde. Immerhin gab es für jeden eine kleine Teilnahmeurkunde. In diesem Sinn: es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut.