..die ist lustig, eine Flussfahrt die ist schön!
Soweit meine Gedanken, als wir den Fluss Valdivia in Richtung Meer fuhren.
Witzigerweise ist das Flussbett selber ziemlich jung, denn der Fluss hat seine heutige Form erst seit dem großen Erdbeben von 1960. Davor sah die Landschaft komplett anders aus – man sieht teilweise noch Baumstümpfe aus dem Wasser ragen, wo vorher noch trockene Erde war:
Außerdem kamen wir an den Häusern der Familie Kunstmann vorbei, die die vorhingenannte Brauerei betreiben und sich damit offenbar See-bzw. Flusshäuser leisten können – schön.
Auf dem letzten Foto sieht man noch die Überreste einer alten Brücke, die hier aus dem Wasser ragt – zwischendurch gab es übrigens Musik, Mittagessen (Lachs) und später Kaffee und Kuchen – eine top Verpflegung also.
Jetzt aber genug der Spannung, wir reden endlich über die Ziele der Schiffsreise: die alten Festungen der Spanier, die sie hier unter anderem gegen die Englischen Piraten bzw. Freibeuter erbaut haben (wenn ich das richtig verstanden habe). Zwei solcher Festungen wollten wir uns heute anschaun.


Das schöne Wetter ist übrigens kein Zufall: in Valdivia regnet es ca. ständig, also muss man für so einen schönen Tag recht lange warten.
Übrigens: wer sagt, das Chile gefährlich ist? Neben aktiven Vulkanen und Erdbeben gibt es hier auch Tsunamiwarnungen – natürlich. Passend: während der Besichtigung hörten wir einen ziemlichen Krach, der sich von oben schnell näherte – waren aber nur die örtlichen Jugendlichen, die für die jährliche Nachstellung der Erstürmung der Festung probten – mit Trommeln und Platzpatronen.
Danach ging es weiter auf die nahegelegene Insel, von der man endlich mal das Meer richtig sehen konnte – das Wasser war auch schon salzig. Zuerst galt es, den örtlichen Hügel zu besteigen und die Ruine zu besichtigen – allerdings sah man von dort aus einen ziemlich schönen Strand unten:

Nachdem wir uns durch einiges Gestrüpp geduckt hatten, konnte man diesen sogar besichtigen:

Somit hatte ich endlich ein weiteres Reiseziel erfüllt: den Pazifik sehen 🙂
Wieder oben gab es übrigens die Überreste einer Kathedrale zu besichtigen, die – natürlich – von einem Erdbeben zerstört wurde:
Die Rückfahrt war relativ ereignislos, allerdings waren wir auch schon ziemlich fertig von all der Wanderei. Die Promenade von der anderen Seite zu sehen war übrigens trotzdem sehr schön. Und: Das Pendel hatte sich am Abend weiterbewegt: Sie dreht sich doch!
Danke, Valdivia, es war sehr schön.
Voll schööön!!!
LikeLike