Temuco im Frühling

Hallo zusammen!

Nach längerer Pause möchte ich nun einen kleinen Einblick in den Alltag in Temuco geben:

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Die beiden Autos stehen erstens in meiner Nachbarschaft (man beachte die ganzen Flaggen zum Nationalfeiertag) und zweitens im Weg auf meinem Weg zum Collectivo, den ich jeden Morgen auf die Uni beschreite. Warum habe ich gerade dieses als erstes Bild gewählt?

Hauptsächlich weil ich es lustig finde und es außerdem eine gute Metapher für meine Ansicht der Chilenischen Gesellschaft ist – ziemlich zwiegespalten zwischen Arm und Reich (nicht das das linke Auto billig wäre) und ziemlich besessen von Statussymbolen sei es Ausbildung, Sprache (Chilenisch oder „gutes“ Spanisch), Lebensstil etc.

Außerdem stehen die Chilenen generell auf Süßes aller Art – Kuchen, Torten, Kekse (die Standardwegzehrung schlechthin – „Wer will einen Keks?“ – auf Reisen öfters gehört (heute hat sogar ein Professor in die VO Kekse für uns Studierende mitgebracht …))

Passend dazu gibt es im Zentrum einen Schokoladenladen (höhö, Wortwitz):

Die freie Zeit hier vertreibe ich mir hauptsächlich mit diversen Kursen (Klettern, Sprachkurs etc.) und damit, Fotos zu machen. Übrigens ist mittlerweile tatsächlich der Frühling im Süden angekommen:

Weitere interesssante Beobachtungen: Nescafé ist der Kaffee #1 in Chile (wiesooo?), Mittwochs ist die Cafeterie mit ungefähr gefühlt der ganzen Uni gefüllt (es gibt nämlich Hänchen mit Pommes (offenbar gab es einmal nämlich eine Zeit, in der alles, außer eben diesem Gericht ungenießbar war, was dazu führte dass Mittwoch der einzige Tag war, an dem man ungefährdet zur Mensa konnte. Die Tradition hat sich trotz mittlerweile leckerer Alternativen erhalten.)  Und ich bringe meinen Kollegen am Institut in der Freizeit Deutsch und etwas Englisch bei. Außerdem spielen noch viele Studenten Pokémon Go, offenbar.

Und wo geht man in Chile am besten auf ein Sandwich? Richtig, in:

einem Diner im Stil der 80-er Filme mit passender Musik (80er- gibt eigene Radiostation dafür (nennt sich Radio Edelweiss – ehrlich)). In Chile läuft die Zeit eben etwas anders. Ich habe letztens Auf der Uni sogar Moonboots und Trompetenhosen gesehen (nicht in Kombination). Ich weiß zwar nicht, was die Mode derzeit in Europa macht, aber ich hoffe zumindest nicht das.

So, ein paar Bilder hab ich noch zum Ausklang, dann gibts beim nächsten Mal mehr von einem Ausflug aufs Land und einem in die Stadt.

Bis dann!

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