Atacama – eine wüste Angelegenheit

Nun war ich also gut in der Atacamawüste angekommen. Im Flieger saß ich witzigerweise genau neben zwei Deutschen auf Südamerikareise (hallo!), die sich als irsinnig nette Leute entpuppten. Wir verstanden uns recht gut und verabredeten uns bald, am nächsten Tag eine Tour zusammen zu unternehmen.

Die Destination hieß San Pedro de Atacama. Hitze, Kälte, Staub und Sand erwarteten uns! Zuerst mit dem Flieger in Calama gelandet (ein Ort, den selbst englische Reiseführer als „hässlich und langweilig, eigentlich nur gut für den Transfer nach San Pedro“ beschreiben) ging es dann gemeinsam mit dem Transfer durch die Wüste in die ca. eine Stunde entfernte Wüstenstadt. Dabei konnten wir im regen Gespräch den ersten Sonnenuntergang in der Wüste erleben.

Ein Paar Infos zur Stadt (Dorf?) selbst: San Pedro ist vermutlich die touristisch erschlossenste Lokation in Chile. In den kleinen Gässchen aus einstöckigen Lehmbauten tummeln sich die Touristen, umzingelt von Restaurants, Reiseagenturen, Hostels, Hotels, Bikeshops und Minimärkten. Es kommt fast das Gefühl auf, in einer kleinen, eigenen Welt zu sein. Mit Wasser muss sorgsam umgegangen werden, denn die Atacamawüste ist die trockenste Region der Erde, da sie im Regenschatten von sowohl dem Küstengebirge (im Westen) als auch den Anden (im Osten) liegt. Dabei liegt San Pedro zusätzlich auf ca. 2400 Metern Seehöhe – besonderer geht’s also kaum.  Der Boden in der Wüste is zwar sehr trocken, aber dank der unzähligen Vulkane im Umkreis erstaunlich fruchtbar. Wenn es also einmal regnet, dann erblüht die ganze Wüste für einige Zeit, ein Phänomen, das als „Desierto Florido“ bekannt ist. Dank der Trockenheit ist die Landschaft auch ganz besonders, „wie von einem anderen Stern“, was zum Beispiel auch von der NASA genutzt wurde bzw. wird  um Marsrover und ähnliches unter praxisnahen (staubigen) Bedingungen zu testen. Der erste Ausflug sollte eine Tour in genau diese Gegend sein – das „Valle de la Luna„, oder auf deutsch: Tal des Mondes. Bereits die Anreise war landschaftlich erstaunlich für mich alten Bergbewohner:

Die erste Station auf der Tour ist das letzte Bild: die große Sanddüne. Der Guide war sehr professionell („Nicht vom Weg runter, genug Wasser trinken, war jeder am Klo? Hier könnt ihr super Fotos machen!…etc.“), konnte aber auch interessantes erzählen. Zum Beispiel, dass die Vulkane von den Ureinwohnern der Wüste als Schutzgottheiten verehrt wurden, und es noch heute in dem Design der Kirchen einige Hinweise auf den alten Glauben gibt (z.B. die Dreiecke/Minipyramiden an der Mauer im Titelbild – auch die Kirchenmauer ist voll mit diesen.)

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Der Blick von oben – sehr schön!

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Oben angekommen mussten wir natürlich zuerst ein paar Fotos schießen ;). Die Atacamawüste ist nicht nur die trockenste Region der Welt, sondern auch, wie unschwer zu erkennen ist, die mit dem klarstem Himmel weltweit. Daher gibt es hier auch einige Sternwarten bzw. Observatorien, wie z.B. ALMA oder das (europäische) im Bau befindliche Extremely Large Telescope (Heißt übrigens wirklich so. Ist die europäische Antwort auf das amerikanische Very Large Telescope . Auch wirklich. Leider wurde das Overwhelmingly Large Telescope abgeblasen – aber was soll man über die Kreativität von Astrophysikern schon sagen…)

Von oben auf der Düne hat man übrigens einen Wunderhübschen Blick ins Tal, bzw. den Kessel, der von hier fast wie ein Krater aussieht. Generell ist die gesamte Landschaft in der einen oder anderen Form durch vulkanische oder tektonische Aktivität entstanden – man sieht noch oft die Spuren verschiedener Ausbrüche als verschiedenfarbige Schichten im Gestein. Der Sand selbst besteht auch aus rötlichem Vulkangestein und schwarzer Asche, was zu der besonderen Farbe führt.

Auf der anderen Seite der Düne gab es einen weit eren Aussichtspunkt, wo wir noch ein paar Fotos machten, bevor wir uns auf den Weg durch das Tal machten, wo uns am Ende eine Gesteinsformation namens „Los tres Marias“(„Die drei Marien“) auf uns wartete. Hier konnte man mit etwas Fantasie (und wohl auch etwas Durst) in drei Gesteinsformationen drei Marienstatuen betrachten.

Wem sich fragt, wo die dritte Maria ist, sollte der Fairness halber gesagt werden, dass die drei Marien eigentlich die „zweieinhalb Marien“ sind, seit ein Tourist mit der linken Maria besteigenderweise ein Selfie machen wollte – das Salzgestein brach und das war’s mit den drei Marias. Mir persönlich war der Dinosaurierkopf (auch Pacman genannt) links von den Marien sowieso etwas sympathischer.

Salz ist im Valle de Luna übrigens fast allgegenwärtig. Früher hieß die Gegend „Las Salinas“ und wurde fast ausschließlich für den Salzabbau genutzt. Auch bei der Durchfahrt durch das Tal sieht man oft kleine schimmernde Flecken, die wie Wasser oder Metall aussehen, aber reines Salz sind. Mein Bart schmeckte noch am Abend salzig…

Die letzte Station war der „Mirador de Coyote“, der „Kojoten-Aussichtspunkt“. Hier sollten wir bei rasch abkühlender Temperatur den Sonnenuntergang bestaunen können. Außerdem gab es Empanadas zu kaufen, um den langsam aufkommenden Hunger zu stillen.

Am Abend war ich erschöpft genug, nach dem Essen fast direkt ins Bett zu fallen. Der erste Tag in der Wüste war spannend gewesen.

 

 

 

Musik, Süßes und eine Reise

Dass ich mich länger nicht mehr gemeldet habe, hat einen Grund – eine eher kurzfristig angesetzte Reise, von der ich erst heute zurückgekommen bin. Wohin es ging wird noch eine kleine Überraschung für später sein.

Zuerst wollen nämlich alte Fotos aufgearbeitet werden!, und zwar noch von vorher:

In der Whatsapp-Gruppe der Austauschstudenten wurde nämlich kurzfristig zu einer Veranstaltung des „Tuna Universidad de la Frontera“ eingeladen ( was genau das heißen soll weiß ich zwar nicht, vermute aber so etwas wie „Melodie/Klangtruppe“ ) – zum 43. Jubiläum sogar – offenbar machen die Leute also etwas richtig. Dabei handelte es sich überraschenderweise um eine Musiktruppe, die in spanischem Stil Lieder über die Liebe (und Ähnliches) singt. Ich bin mir nicht ganz sicher, wovon die Lieder gehandelt haben, Liebe war allerdings genug vorhanden: Im Laufe des Auftrittes machte ein Musikant seiner Freundin nach einer Tanzeinlage den Heiratsantrag! Geschickt führte er den Ring hinter ihrem Rücken von der Linken Hand über den Mund mit einem schelmischen Lächeln zur Rechten um dann vor ihr auf die Knie zu gehen – gekleidet im Stil eines Spanischen Edelmannes. Den Antrag gibt es zwar  nicht auf Video, dafür eine Kostprobe der Musik:

Der frischgebackene Verlobte ist übrigens in der zweiten Reihe Zweiter von links.

Auch einigen Körpereinsatz zeigten die Mitglieder:

Alles in allem war es eine interessante Erfahrung, in Chile Universitätsmitglieder im spanischen Stil singen und musizieren zu hören. Angekündigt wurde das ganze übrigens als die „erste und beste“ solche Musikformation – was ich als „einzige“ auffasste, kann mich aber natürlich auch irren ;).

Danach war mir nach etwas Süßem – von der Liebe der Chilenen für Zucker hatte ich ja schon geschrieben. Was vielleicht einigen neu ist, ist die Tatsache dass sie diesen Hunger oft mit „Kuchen“ stillen – so geschrieben und auch ausgesprochen (Dank an die deutschen Einwanderer!). Beweisstück Nr. 1:

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„Kuchen“ – eigentlich Torten

Ein für uns „essbarer“ Kuchen würde dann ungefähr so aussehen (mit viel Früchten):

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Dann ging es zwei Tage später nach einigen raschen und interessanten Vorbereitungen (später dazu mehr) auf die Reise: Ich saß insgesamt bei zwei Flügen zweimal am Fenster, also gab es auch die Möglichkeit, einige Fotos zu schießen. Eine Kostprobe:

Wer auf Flugzeugbilder steht: bitteschön :). Außerdem kann man jetzt schon ganz gut raten, wo die Reise hinging. Die Auflösung folgt im nächsten Post.

Naturpark 2 – Conguillío harder

Nun, was könnte besser sein als einen schönen Naturpark inkl. Vulkan zu besuchen? Natürlich dasselbe nochmal zu machen, diesmal an einem etwas anderem Ort mit anderer Begleitung :D.

Kurzgesagt: Die UFRO hat ein Betreuungsprogramm für die postgrads und ich bin da mit dabei. Der diessemestrige Ausflug ging geführt weiter in den Naturpark Conguillío hinein als ich letztens war. Zudem ist schon etwas Zeit vergangen, das heißt im Vergleich zu vorher lag weniger Schnee, dafür etwas mehr Vegetation. Das Wetter spielte auch mit und wir bekamen wieder einmal ein spektakuläres Naturschauspiel zu sehen.

Empfohlene Musik: Bob Dylan

Den Anfang bildete wieder mal die Laguna Verde: Diesmal mit mehr Sonne und mit Guides die uns über die Fischbestände und Befischungsrechte (verboten, außer vom Ufer aus) sowie den Wasserpegel (niedrig, weil aufgrund von Erdbeben einiges Wasser abgeflossen ist) aufklärten.

 

Auf einigen Fotos kann man fast erkennen, wo der Wasserstand einmal war und dass die Lagune früher wohl noch größer gewesen sein muss.

Zum zweiten Mal hatte ich aber ein Gefäß für den schwarzen Sand als Andenken vergessen – dafür habe ich später einen Vulkanstein mitgenommen. Auch fein.

Weiter ging es zur Regenbogenlagune, mit dem kristallklaren blauen Wasser. Dort sahen wir dann auch, was der eigentliche Grund für viele unserer Zentralamerikanischen Begleiter war, die Fahrt mitzumachen: Schnee. Zu meiner Überraschung war ich bei der Abstimmung, wer denn schonmal Schnee gesehen hätte, in der Unterzahl. Das würde sich allerdings bald ändern.

 

Derart angespornt konnte dann der richtige Teil der Tour beginnen: die Wanderung durch den Schnee zum Aussichtspunkt über den Conguillío-See. Dort war ich beim letzten Mal jedenfalls nicht. Der Weg führte nicht nur durch Matsch und Schnee (frisch aufgetaute Straßen), sondern auch an wunderschönen Araukarienwäldern vorbei. Die Araukarie hab ich ja schonmal zumindest klein gezeigt, hier entfalteten sich die uralten Bäume aber in voller Pracht – es ist leicht zu sehen warum dieser Baum aufgrund seiner kerzengeraden Wuchsweise bei Holzfällern so begehrt war, dass er nun unter Schutz steht:

 

Pause gab es dann an einer weiteren Lagune/See: bei Brötchen konnte man die sich im Wasser spiegelnden Anden bestaunen, worauf hin es mit bambusähnlichen Spazierstöcken bewaffnet den Berg hinaufging, zum ersten Aussichtspunkt (Mirador – siehe Beitragsbild).

 

Nach ca. zweistündiger Wanderung ging es dann über Stock, Stein, Schnee und Eis, was für viele unserer Begleiter und auch mich eine rutschige Angelegenheit war. Am Ende kamen wir aber alle unbeschadet oben an:

 

Überraschenderweise oder gottseidank hatte die Organisatorin die Vorraussicht Kaffee mitzunehmen (Hurra!) und machte sich ans ausschenken. Zu etwa dem gleichen Zeitpunkt dachten sich auch zwei Kondore, dass sie uns gerne Gesellschaft leisten würden:

 

Leider fotografiert es sich mit Kaffee in der Hand nicht allzu gut. Naja.

Danach folgte der Abstieg, inkl. Schneeballschlacht und Rutschen auf dem Weg. Aufgrund von fortgeschrittener Dunkelheit seitens des Tages und Müdigkeit seitens der Studierenden wurde der Plan noch einen Wasserfall zu besuchen („Man könnte immerhin das Rauschen hören!“) offenbar verworfen. Auch schön.

 

Alltagsg’schichten

Ja, ich hab zwar länger nichts mehr geschrieben, aber es ist auch nicht sehr viel aufregendes -zumindest für die meisten meiner Leser- passiert. Allerdings ist mir langweilig, also gibt es einen Blogpost. Gern geschehn.

Vor einiger Zeit habe ich versprochen, ich würde etwas über die Fortbewegung in Temuco erzählen, also los geht´s:

Das links etwas schlecht erkennbare Auto mit dem Schild auf dem Dach nennt sich liebevoll „Collectivo“ und ist sowas wie eine Mischung aus Taxi und Bus. Es gibt mehrere verschiedene „Linien“, die meines Wissens nach sogar von verschiedenen Firmen betrieben werden und die gewisse Routen im Kreis abfahren – in beide Richtungen.

Aber – werden sich jetzt vielleicht einige fragen – woher weiß man denn genau welches Collectivo wohin fährt? Immerhin gibt es ja keinen öffentlichen Fahrplan. Außerdem ist das nicht kompliziert, falls man mal mehrere Collectivos für eine Fahrt braucht?

Die Antwort ist einfach: Und wie das kompliziert ist! Ohne ortskundige Hilfe ist man relativ aufgeschmissen, allerdings findet sich schnell wer den man fragen kann, denn die Chilenen die ich bisher getroffen habe sind alle überaus hilfsbereit (Zitat mein Prof: „Das ist, weil du weiß bist!“). Eine Fahrt kostet jedenfalls 500 Pesos oder ca. 65 Cent – das Doppelte falls es eine sehr lange Fahrt ist (etwa von mir zum Busterminal am anderen Ende der Stadt) und in der Nacht 20 Cent mehr. Sehr erschwinglich, trotzdem regen sich einige Leute die ich kenne über den unerhört hohen Preis auf. Naja.

Die Collectivos gibt es übrigens in den logisch abfolgenden Nummern 11, 11A, 11P (fährt zum Busterminal) 111 mit rotem Hintergrund, 111 mit blauen Hintergrund (meine Boys), 21, 21A, und, ich glaube, 24. Darüber hinaus gibt es normale Taxis die ich aber noch nie benutzen musste. Wochenends und spät in der Nacht ist es schwerer ein Collectivo zu finden als zu Stoßzeiten, im Stadtkern findet sich aber immer etwas.

Rechts im Bild oben zu sehen ist ein „Micro“, eine Art Bus die nach dem selben Prinzip wie die Collectivos funktionieren – sie kommen wann sie kommen. Darüberhinaus, aber langweilig: normale Busse mit geregelten Abfahrtszeiten zwischen größeren Städten.

Bonusbilder:

Von oben nach unten und links nach rechts: Graffiti auf dem Weg zur Uni, Nebel am Morgen (am Abend sieht es ähnlich aus, allerdings abgasbedingt) und eine wunderhübsche Statue, die man aus irgendwelchen Gründen nicht auf den Werbematerialien der Ufro zu sehen bekommt. Sie stellt – was denn auch sonst – einen Forscher bei der Arbeit dar, wie man sich das eben gemeinhin vorstellt. Ich persönlich finde die Statue herrlich.

Bonus – Titelbild: Ich habe einen Kletterkurs begonnen. Nicht im Bild: Ich.

Conguillío – Asche am Ende der Welt

Nachdem ich meine Mitreisenden mit meinem Schnupfen angesteckt hatte – der zum Zeitpunkt des Schreibens übrigens wieder wesentlich besser ist – brachen wir am nächsten Tag also auf, um uns den Nationalpark näher anzusehen. Die letzte Eruption des Llaima – so heißt der Vulkan im Zentrum – war 2009, also ist noch ziemlich viel Drumherum mit Vulkanischem Gestein und Asche bedeckt. Trotzdem kann man schon oft die Natur durchblinzeln sehen.

Vorher aber: ein Zwischenstopp bei der geologisch interessanten Felsformation wo nicht nur die Spuren der bis zu 13000 Jahre alten Vulkanaktivitäten sichtbar waren, es gab sogar eine kleine Erklärung auf Englisch und Spanisch, was denn jede einzelne Schicht zu bedeuten hatte, bzw. wie sie entstanden ist. Dazu eine kleine Einführung in die Mythologie der Mapuche (so heißen die Ureinwohner von Chile). 20180803_144256

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Sogar mit etwas Sonne

Übrigens sind viele Begriffe und Ortsbezeichnungen in der Region in der Sprache der Mapuche, Mapundungun gehalten: Melipeuco heißt zum Beispiel „Treffen der vier Wasser“ (im Bezug auf die vier Flüsse der Region), Conquillío selbst heißt „Wasser mit Araukaniensamen“.

Nachdem wir uns hier sattgesehen hatten, ging es zum eigentlichen Kernstück: dem Park Conquillío. Hier wollten wir uns heute vor allem die Lagunen anschaun, die durch das schmelzende Gletscherwasser entstehen und teilweise den dort bestehenden Wald überflutet hatten. Die Tour selbst ist übrigens nichts für Kleinwagen: der Weg durch den Nationalpark ist eine fast wortwörtliche Schotterpiste, nur an Stelle von Schotter fährt man über den schwarzen Sand der kilometerweit das Land bedeckt. Trotzdem blickt überall die Natur durch und Büsche und kleine Sträucher bedecken den Boden rund um ältere Bäume, die dem Feuer zum Opfer fielen. Der erste Stopp auf unserer Tour im Park Conguillío war die Laguna Verde, oder „grüne Lagune“: 20180803_151421

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Im Herbst soll es hier besonders schön sein, wenn die Bäume in allen Farben leuchten und den Kontrast zur schwarzen Erde und dem grünen Wasser bilden. Allerdings hat auch die beschneite Landschaft im Chilenischen Winter ihren Reiz:

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Danach ging es weiter mit dem Auto: zu einer etwas kleineren, dafür ebenso schönen Lagune. Nur ein kleines Problem gab es dabei: 20180803_155233Die Straße war für Autos gesperrt. Also ging es zu Fuß weiter. Durch den Matsch und Schnee stapfend wurden richtig Heimatgefühle wach, und das im August! Dafür bekamen wir dann auch etwas zu bestaunen:

 

Alles in Allem kann man den Ausflug mit zwei Worten beschreiben: sehr Cool.

Von Nationalparks und Vulkanen

…beides gibt es in Chile jedenfalls reichlich. Besonders in der Umgebung von Temuco liegen einige schöne Nationalparkt bzw. Naturreserven und auch mindestens zwei noch aktive Vulkane (die aber eher weiter weg.) Einer davon war schon auf dem Bild von der Uni in einem früheren Post zu sehen.

Nun hat es sich jedenfalls zugetragen, dass zur besseren touristischen Zusammenarbeit der Guides und Herbergenbesitzer in dem Gebiet um Melipeuco eine Datensammlung bezüglich eines Projektes der Universität stattfand. Und ich wurde gefragt, ob ich denn gerne mitfahren würde, zwei Tage, einige Interviews, ich sollte derweil bisschen Tourist spielen und später geht es in den Park. Natürlich habe ich Ja gesagt.

Die erste Fahrt ging etwas weiter Richtung Berge, zu einem kleinen Häuschen, in ein sympathisches Ehepaar lebte, die aus Araukarien (Übrigens das Wahrzeichen der Region – wie schon im Blog über Santiago erwähnt) Mitbringsel herstellen und direkt vor einem Wanderpfad leben. Während des Interviews bin ich ein wenig den Weg hinaufgekraxelt – von Befestigung kann leider nicht wirklich die Rede sein, für Kinder also eher ungeeignet. Dafür bot sich mir schon bald dieser herrliche Blick:

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Fast wie bei mir zuhause in den Alpen – und doch anders

Danach gab es Kuchen und Kaffee (sehr beliebt in Chile: Nescafé – und mit beliebt meine ich: es ist der Standardkaffee außer man bestellt dezidiert „echten“ Kaffee! Ein Graus für Kaffeesnobs.) und uns wurden wunderschöne Objekte aus dem Holz der Araukarie geszeigt. Im Bild: eine Zuckerdose, ein Laminiertes Stück Holz und ein versteinerter? Rindenblock.

Später ging es dann noch durch das Dorf Melipeuco zu einem Wasserfall des Flusses Truful-Truful. Dann war es aber auch schon spät geworden und wir wollten unsere Übernachtungsmöglichkeit besichtigen: ein wunderschön hergerichtetes Häuschen von einem bereits vorher interviewten Herren, der uns sogar einen Spezialpreis anbot.

Am nächsten Tag ging es dann nach getaner Arbeit auf in den Nationalpark Conguillío. Dort gab es einiges zu sehen, so dass ich dafür lieber einen weitern Post anlege.